Heute, dem 23. September 2026, ist offiziell Herbstbeginn.
Zeit, den Kürbis wieder in die Küche zu holen.
Und endlich – auch wenn ich und meine Psyche das Grüne genauso sehr lieben – wieder Zeit für bunte Herbstwald-Spaziergänge.
Doch was hat es mit der Schönheit des Herbstes auf sich, bezogen auf unser mentales Wohlbefinden? Dazu dieser Artikel.
Ich schreibe ihn insbesondere mit der Intention, dich vielleicht dazu einladen zu können, dich nach draußen zu begeben, auf einen herbstlichen Spaziergang in der Natur.
Und kurz ansprechend – wissenschaftlich wie persönlich – was dir das wirklich bringen kann.
Abseits des nun wieder aufkommenden Wortes Herbstblues – stattdessen mit der Fokussierung auf das Schöne.
Was die Farben mit uns machen
Wie wirken bunte Herbstlandschaften eigentlich auf uns?
Und wie die Landschaften, später kahl, im Vergleich?
In einer Studie aus dem Jahr 2024, also noch ziemlich frisch, hat man mitunter genau das untersucht.
Das Ergebnis: Farbenprächtige Herbstszenen wirkten am stärksten erholsam. Das konnte man in den Gehirnströmen, der Herzfrequenz und in der Stimmung messen. Die Herbstpracht hat also wirklich Einfluss auf uns Menschen – und zwar ganzheitlich.
Aber selbst noch kahle Bäume im Spätherbst zeigten noch einen echten, positiven Effekt.
Und dabei geht es nicht nur ums Betrachten der Bäume und des bunten Laubs, sondern um die Sinne, was sie wahrnehmen, auch abseits der Augen:
Das Zwitschern der Vögel; das Pfeifen und Tosen des frischen Windes, der sich durch alles seinen Weg sucht; die herbstlichen Düfte, die er mit sich tragen kann.
Eben das vollkommene Eintauchen und Erleben der Natur.
All das ist wertvolle, praktizierende Achtsamkeit.
Verbunden mit dem Draußensein in der Natur, der Bewegung – am besten regelmäßig – gibt das dem Geist eine gute Möglichkeit, sich zu beruhigen und zu klären.
Dem Herbst Unrecht
Der Herbst wird ja oft, zum einen, mit Abschied verbunden.
Der Sommer ist nun vorbei, die Blätter verabschieden sich von den Bäumen, manch tierischer Winterschlaf steht bald bevor, lange Tage weichen den kürzeren.
Zum anderen, mit dem Wiederaufleben des Herbstblues.
Doch ich finde, damit allein ist dem Herbst Unrecht getan.
Er schenkt so viel mehr. Noch eine letzte, farbenfrohe und intensive Pracht – vor dem Rückzug und darauf folgendem, frisch aufblühendem Neubeginn.
Was bleibt
Ich erinnere mich noch heute sowohl an meine wohltuenden Herbstspaziergänge vom vergangenen Jahr in einem wunderschönen, weitläufigen Park mit kleinem See in der Mitte, dessen Oberfläche übersäht war mit bunten Blättern und den Spiegelungen der ihn umgebenden bunten Bäume,
sowie daran, wie sehr ich es doch teils bedauerte, wenn ich mich mal an einem Herbst im Jahr nicht gezielt raus in diese Pracht begeben hatte.
Besagter Parkblick, Foto: © 2026 Michael N.
Daher kann ich dich nur ermuntern: Begib dich nach draußen. Lass deine Sinne in den Herbst eintauchen. Schenke deinem mit Reizen überfluteten Geist etwas Klarheit und Ruhe.
Kleiner, nostalgischer Tipp zum Schluss für den Weg heim: Ein paar Kastanien gesammelt, eine Packung Zahnstocher dazu – und ab geht die Bastelei.
(Bringt einen vielleicht auch mal auf andere Gedanken, oder eben auf gar keine.)
Denn auch das ist Kunst – und was die kann, liest du hier.
Michael
Quellen
Die folgenden Quellen dienen der Transparenz und fachlichen Einordnung.
Sie stellen keine Empfehlung und keinen Ersatz für medizinische Beratung dar.
- Yin, M., Li, K., Xu, Z. et al. (2024). Exploring the impact of autumn color and bare tree landscapes in virtual environments on human well-being and therapeutic effects across different sensory modalities. PLOS ONE, 19(4). DOI: 10.1371/journal.pone.0301422
- Den Herbst erleben: So genießen Sie die bunte Jahreszeit in vollen Zügen, AOK online Gesundheitsmagazin, 30.09.2020